Martina Wilke Heilpraktikerin für Psychotherapie
Martina WilkeHeilpraktikerin für Psychotherapie 

EMDR

 

 

EMDR steht für "Eye Movement Desensitization and Reprocessing", was auf deutsch beutet, "Desensibilisierung und (Wieder)verarbeitung durch Augenbewegung".

 

EMDR ist eine der erfolgreichsten anerkannten und international erforschten Psychotherapiemethoden zur Behandlung von psychotraumatischen Belastungen, emotionalen Spannungszuständen und belastenden Gedanken. EMDR ist eine schnelle Hilfe bei bei Psychotraumata, belastenden Erinnerungen, nach Unfällen, OP's uvm.

Ursprünglich als Psychotraumatherapie von der amerik. Psychologin Francine Shapioro entwickelt, reichen die Anwendungsmöglichkeiten von EMDR inzwischen weit darüber hinaus. 

 

EMDR basiert auf der Erkenntnis, dass jeder Mensch über eine natürliche Fähigkeit zur Informationsverarbeitung verfügt, mittels derer er belastende Erfahrungen verarbeiten kann.

 

Wenn eine traumatische Erfahrung nicht verarbeitet werden kann, dann sind die Erinnerungsfragmente nicht genügend im Gehirnnetzwerk integriert und können zu unkontrollierten und unangenehmen Erregungszuständen im Gehirn und Körper führen.

 

 

Die Folge können Angst- und Panikstörungen, Depressionen, Schmerzzustände, Schlafstörungen, Übererregbarkeit, Dissoziation, Burnout uvm sein.

 

 

Was ist ein Psychotrauma?

 

Das Wort Trauma kommt aus dem Griechischen und bedeutet Verletzung, Wunde, im übertragenen Sinne auch Niederlage. Während sich diese Verwundung im medizinischen Feld zunächst auf eine Schädigung des Körpers bezieht, bezeichnet sie in der Psychologie die Verletzung der menschlichen Psyche, das sogenannte Psychotrauma.

Als „Trauma“ wird die Reaktion auf ein oder mehrere höchst dramatische, zumeist lebensbedrohliche Ereignisse bezeichnet, die bei den Betroffenen ( als Opfer, Augenzeuge oder auch z.B. als Rettungshelfer) einen Schock, extreme Angst und Gefühle der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins auslösen und die Verarbeitungsmöglichkeiten des Individuums überfordern.

 

In dieser (lebens-) bedrohlichen Situation schaltet das Gehirn von gezieltem Verhalten auf instinktives Verhalten um, wie man es aus dem Tierreich kennt. 

Der Körper ist dann auf Kampf, Flucht oder Erstarren eingestellt.

 

Ereignisse, welche häufig zu Traumatisierungen führen, bzw. neu als „potenziell traumatische Ereignisse“ bezeichnet, sind beispielsweise:

 

Naturkatastrophen, Krieg, Kampfeinsatz, Folter, Vertreibung, terroristischer Anschlag, Vergewaltigung, Unfall mit drohenden ernsthaften Verletzungen, Traumata durch medizinische Eingriffe, sexueller Angriff oder sexualisierte Gewalt, Beobachtung des gewaltsamen Todes anderer, Tod der Eltern in der Kindheit, Verlust der geliebten Person und/oder der eigenen Kinder, lebensbedrohliche Krankheiten in der Kindheit, ausgeprägte emotionale oder körperliche Vernachlässigung in der Kindheit..(Kindheitstrauma).

 

Aber auch weniger dramatisch erscheinende Ereignisse können im ungünstigen Fall dazu führen, dass ein Mensch in den Zustand intensiver Hilflosigkeit gerät und die eigenen Bewältigungsmöglichkeiten hierdurch überschritten werden. Als Beispiele können hier genannt werden:

 

schwere persönliche Angriffe und Schmähungen, lang andauernde Manipulation, Mobbing, Emotianler Mißbrauch, körperliche Züchtigung, Scheidung / Trennung, Konfrontation mit Traumafolgen als Helfer, traumatisierendes Geburtserleben... 

 

Ziel einer EMDR-Behandlung ist es, neue Verarbeitungsprozesse im Gehirn anzuregen und traumatische und/oder belastende Erfahrungen in der Weise aufzulösen, dass sie keine gravierenden emotionalen Abweichungen und Vermeidungsverhalten mehr auslösen.

 

Dies geschieht mittels einer bilateralen (die rechte und linke Gehirnhälfte koordinierende) Stimulierung durch Augenbewegungen

 

Die Patientin / der Patient folgt den Fingern der Therapeutin mit den Augen, während diese ihre Hand abwechselnd nach rechts und links bewegt. Die Stimulation durch taktile (tasten) oder akustische (hören) Reize ist ebenfalls möglich.

 

Durch diese Art der Stimulierung wird das Gehirn unterstützt, die eigenen Selbstheilungskräfte zu aktivieren und die belastenden Erinnerungen zu verarbeiten, denn die Augenbewegungen sind mit den Augenbewegungen im REM-Schlaf vergleichbar - der Phase des Schlafes, in der die Geschehnisse des Tages verarbeitet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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© Martina Wilke